Die grosse Vorfreude auf die Zeit danach lässt alle durchhalten

Die Corona-Krise dauert an. Aber das Rontal hält zusammen – und freut sich auf die Zeit danach.

Noch dauert der Lockdown an und auch über Ostern wird die Situation andauern. Es braucht einen langen Atem von allen. Die Rontaler versuchen die Zeit sinnvoll zu nutzen – und leben von der Vorfreude auf die Zeit nach Corona.

Louisa Holm (7), Primarschülerin aus Udligenswil

Was hast du während der letzten Tage gemacht?

Ich habe Hausaufgaben gemacht und ich habe ein bisschen gespielt. Ich habe gegessen.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Ich kann mehr spielen. Es ist nicht so laut zuhause wie in der Schule manchmal.

Auf was freust du dich am meisten, wenn dann alles vorüber ist?

Auf meine Freunde und auf meine Lehrerin.


Milena Betschart, Drogistin aus Adligenswil

Was hast du während der letzten Tage gemacht?

In den letzten Tagen habe ich gearbeitet (mit Schutzmaske natürlich). Zurzeit ist es eine sehr strenge Zeit, das Geschäft läuft sehr gut. Die ständige Nachfrage nach Desinfektionsmitteln, Schutzmasken und Einweghandschuhen beherrscht den Alltag. Trotzdem versuchen wir als Team gut zusammenzuarbeiten und das Optimum für unsere Kunden zu gewähren. Zudem bieten wir einen Hauslieferdienst an, um so Risikopatienten zu schützen.

Abends ist Beine hochlagern angesagt, sich einfach zu erholen und den kommenden Tag
positiv in Angriff zu nehmen.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Die Dankbarkeit der Kunden ist für mich etwas Positives in dieser Zeit, sie schätzen unser
Engagement sehr – auch die Hilfsbereitschaft der Menschen ist beeindruckend und schön
mitanzusehen. Die Schönheit unserer Natur kommt wieder vermehrt zum Vorschein. Ich
würde sagen, wir leben doch wirklich an einem schönen Ort!

Auf was freust du dich am meisten, wenn dann alles vorüber ist?

Alle meine Freunde wieder zu treffen und sie in die Arme zu schliessen. Meinem Hobby, dem Fussball, nachzugehen und wieder mit meinem Team ins Training zu starten. Definitiv ein bisschen mehr Freiheit zurück zu bekommen und unbeschwert das Leben zu geniessen. Im Berufsalltag freue ich mich, wieder ohne Schutzmasken zu arbeiten und die «Risikogruppen» wieder offiziell im Geschäft begrüssen zu dürfen.


Andrea Graff, Pflegefachfrau und Kinästhetik-Trainerin aus Adligenswil

Was hast du während der letzten Tage gemacht?

Als Pflegefachfrau und Mami mit Haustieren ist es mir auch in Quarantäne Zeit nicht langweilig, im Gegenteil, es ist eine grosse Herausforderung seit der Quarantäne Zeit und den geschlossenen Schulen alles unter einen Hut zu bringen. Meine Kinder und ich haben uns nun langsam an das Homeschooling gewöhnt. Was aber für mich immer noch schwer ist, wenn ich Nachtwache habe, dann bin ich momentan gute 40 Std auf den Beinen, da ja meine Kinder nicht stunden weise in der Schule sind. In eine Fremdbetreuung möchte ich sie nicht geben, da sie dadurch automatisch engeren Kontakt mit anderen Kindern haben und die Gefahr einer Ansteckung für meine Hochrisiko-Bewohner über mich dann steigen würde. Also ist meine momentane Aufgabe DURCHHALTEN (zum Glück arbeite ich nicht 100%).

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Die Solidarität unter den Menschen. Es ist wirklich schön zu sehen, wie auf einmal jeder jedem helfen kann. Es ist nur schade, dass es immer zuerst eine Extremsituation wie die jetzige braucht, damit jeder mal seinen Helferinstinkt weckt.

Für mich selber nehme ich sicher mit, dass ich nicht immer 200% geben muss, sondern 99% auch reichen würden, sei das im Haushalt, bei der Kinderbeschäftigung oder aber auch beim Einspringen im Job, denn nur so schaffe ich momentan alles unter einen Hut zu bringen.

Auf was freust du dich am meisten, wenn dann alles vorüber ist?

  • Mit meinen Kindern ins Kino zu gehen, da mein jüngerer Sohn schon länger gerne einen bestimmten Film sehen möchte.
  • Ohne starke Rücksicht auf Distanz auf der Hundewiese im Lido zu picknicken.
  • Ohne Mundschutz und Schutzkleidung zu arbeiten!!
  • Meine Familie und Freunde wieder in den Arm nehmen zu können und gemütlich mit ihnen zu grillieren.

Ariane Guignard, Bankerin aus Gisikon

Was hast du während der letzten Tage gemacht?

Ich arbeite bei einer Bank. Für mich hat sich in den letzten Tagen kaum was geändert. Ich gehe nach wie vor mit meinem Velo und dem Zug zur Arbeit, ausser dass ich jetzt beim Zugfahren ein Viererabteil für mich alleine geniesse. Im Büro ist unser Team aufgeteilt worden. Ein paar meiner Kollegen arbeiten in einer anderen Filiale, einige von zu Hause aus und die restlichen (zu denen zähle ich) halten die Stellung vor Ort. Wir sehen unsere Kunden zwar nicht mehr, haben sie dafür um so mehr am Telefon oder sind via E-Mail in Kontakt mit ihnen.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Die Menschen besinnen sich auf das wirklich Wichtige im Leben: Solidarität, Familie, Freunde und Gesundheit. Alles andere, wie „immer weiter, immer höher, immer mehr“ verliert an Bedeutung und das ist gut so.
 
Auf was freust du dich am meisten, wenn dann alles vorüber ist?
 
Ich freue mich auf all meine Freunde und meine Familie, dass ich sie wieder in die Arme nehmen kann. Ausserdem freue mich mich darauf, Dinge, die bis vor kurzem selbstverständlich waren, zu geniessen, wie zum Beispiel ein leckeres Essen in einem Restaurant.
 

 
Corina Thalmann, Coiffeuse aus Ebikon
 
Was hast du während der letzten Tage gemacht?

Schreibmaterial erledigt, Frühlingsputz und nach draussen gehen für Sport oder
Einkaufen.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Die Natur kommt zur Ruhe. Kein Stress und mehr Zeit haben. Sich Gedanken machen
über das Leben.

Auf was freust du dich am meisten, wenn dann alles vorüber ist?

Wieder mit meiner Clique zusammen etwas unternehmen können. Unbeschwert draussen
zu sein. Meine Eltern wieder zu sehen.


Fabienne Hofstetter, Detailhandelsassistentin,
Hausfrau und Mutter aus Root

Was hast du während der letzten Tage gemacht?

Am Morgen lernen mit dem Kind und am Nachmittag spazieren im Wald oder wo es wenig Leute hat.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Sich an Kleinigkeiten erfreuen. Mit der Familie Zeit zu verbringen ohne Stress, irgendwo
hin zu müssen.

Auf was freust du dich am meisten, wenn dann alles vorüber ist?

Die Freiheit zu haben überall hin zu gehen und sich keine Gedanken zu machen ob man dies darf. Auswärts Essen und ins Fitness gehen.


Rita Stämpfli, kaufmännische Angestellte aus Root

Was hast du während der letzten Tage gemacht?

Tags arbeite ich im Büro in Rotkreuz und abends habe ich jeweils die Zeit genutzt für Yoga und um zu telefonieren da man seine Liebsten ja nicht sehen kann.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Dass es auch anders geht im Leben, nicht nur immer Termin an Termin immer Vollgas, es entschleunigt und tut der Seele gut und dies sollte nach dieser Zeit etwas beibehalten
werden können.

Auf was freust du dich am meisten, wenn dann alles vorüber ist?

Dass ich meine liebsten wieder in den Arm nehmen kann und dass ich all meine Freunde und Arbeitsgspändli  (Home Office) wieder sehen kann und Gespräche zu führen Face to
Face.


Robin Joller, Detailhandelsfachmann aus Gisikon

Was hast du während der letzten Tage gemacht?

Da bei mir Home Office nur im kleinen Rahmen möglich ist investiere ich meine Zeit vor allem in Sachen für die ich sonst zu wenig Zeit habe. Auch neue Sprachen lernen und die
Kochkünste verbessern gehörten dazu.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Für alle Familien ist es sicher etwas tolles. Man verbringt wieder viel mehr Zeit miteinander. Natürlich kann ich mir gut vorstellen das es eine Herausforderung ist, wenn immer alle zu Hause sind, aber für die Kinder gibt es glaube ich nichts Schöneres, als wenn man mit beiden Elternteilen spielen oder basteln kann und sicherlich auch die Eltern freuen sich Ihre Kinder mehr zusehen.

Auf was freust du dich am meisten, wenn dann alles vorüber ist?

Auf die Wiedereröffnung der Freizeiteinrichtungen, der Bars und der Restaurants. Die
Abwechslung im Tag und vor allem auf meine Kollegen und Kolleginnen.


Janine Bühler aus Ebikon, Kindergärtnerin in Meggen

Was hast du während der letzten Tage gemacht?

Teilweise war ich im Kindergarten und habe einzelne wenige Kinder betreut oder ich habe von zu Hause aus gearbeitet. Die Kinder haben von uns Kindergärtnerinnen wöchentlich eine Sammlung von Ideen zum Basteln, Knobeln, Singen und Bewegen oder Mithelfen im
Alltag (kochen, backen, Haushalt, usw.) erhalten. Um den Kontakt mit den Kindern
aufrecht zu erhalten, tausche ich mich mit allen Kindern (und Eltern) per Telefon, Textnachrichten, Fotos oder Videos aus.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Man lernt wieder ganz andere Sachen zu schätzen und sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen.

Auf was freust du dich am meisten, wenn dann alles vorüber ist?

Meine Kindergartenkinder wieder zu sehen und all meine Freunde wieder zu treffen und sie fest in den Arm zu nehmen.


Gaby Betschart, Spital, Hausfrau und Mutter aus Ebikon

Was hast du während den letzten Tagen gemacht?

Ich habe im Spital gearbeitet und dabei unsere Ärzte im Spitalalltag unterstützt. Dann habe ich den Haushalt gemacht und eingekauft für meine Mutter und für mein Gotti.
 
Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Mehr Zeit mit der Familie, grosse Unterstützung von Freunden und neue Arbeitserfahrungen auf anderen Abteilungen.
 
Auf was freust du dich am meisten wenn alles vorüber ist?

Ich freue mich wenn ich alle wieder in die Arme schliessen darf und vor allem freue ich mich wenn ich meinen Sohn wieder sehe, der in Moment dem Militär dient.


Jasmin Graber, Studentin aus Adligenswil

Was hast du während den letzten Tagen gemacht?

Ich war viel draussen mit meinem Hund, habe von meiner Nachhilfeschülerin Arbeiten korrigiert und Zuhause aufgeräumt, was sich schon lange angestaut hat.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Man hat wieder mehr Zeit für sich selbst und vor allem auch Zeit für die Mitmenschen. Wie zum Beispiel für Spieleabende oder für Gespräche.
 
Auf was freust du dich am meisten wenn alles vorüber ist?

Am meisten freue ich mich darauf mich wieder mit meinen Freunden zu treffen und unter die Menschen zu gehen zum Beispiel in einer Bar.


Monika Bachmann, Detailhandelsangestellte aus Ebikon

Was hast du während den letzten Tagen gemacht?

Da sich die Situation entspannt hat, kann ich etwas Überzeit abbauen. Nutze nun die Zeit für meinen Frühlingsputz.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Man lernt wieder vieles zu schätzen und erfreut sich an kleinen Dingen.

Auf was freust du dich am meisten wenn alles vorüber ist?

Keine verbale Angriffe mehr von jungen gegenüber älteren Menschen bei der Arbeit. Meine Enkelkinder wieder zu sehen und mit meinem Motorrad zu fahren. Wieder sich frei bewegen zu können und all die Leute zu treffen die man jetzt vermisst.


Sylvia Lustenberger (71) aus Adligenswil

Was hast du während den letzten Tagen gemacht?

Viel spaziert, und Liegengebliebenes erledigt, wie Änderungen mit der Nähmaschine und aufgeräumt.

Was nimmst du Positives aus dieser Zeit mit?

Alles ist ruhiger geworden, keine Termine mehr, viel mehr Zeit für mich.

Auf was freust du dich am meisten wenn alles vorüber ist?

Auf die Grosskinder mit ihren Eltern – einfach das Zusammensein! Auch auf das Jassen mit Freunden oder darauf wieder Leute einzuladen.

 

 

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