Waldoase Hinterleisibach entsteht

Der Abschluss des Baus der Waldoase Hinterleisibach in Buchrain rückt näher.

Viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger haben sich in den letzten Tagen gefragt, was
nebst dem Schul-Erweiterungsbau im Hinterleisibach am Entstehen ist. Gerne informiert der Gemienderat:

„Damit verschiedenste schulische Herausforderungen gelöst werden können, wurde im Schul- und Sportzentrum Hinterleisibach, das direkt an den Hasliwald angrenzt, zusätzlicher Schulraum gebaut. Damit können Schulwege optimiert und die Turnhallensituation im Dorf entschärft werden. Ab dem neuen Schuljahr werden neu auch mehrere Klassenzüge der 1. bis 4. Klassen im Hinterleisibach zur Schule gehen. Somit werden gegen 250 Kindergarten- und Primarschülerinnen und –schüler auf der Schulanlage sein. Die Projektsteuerung unter der Leitung von Bauvorsteher Heinz Amstad und Bildungsvorsteher Ivo Egger hat die Chance genutzt und dabei den geplanten rudimentären Pausenplatz zu einem umfassenden Vorhaben ausgeweitet. Nachhaltigkeit und Partizipation waren wichtige Vorgaben. Das ganze Projekt wurde folglich partizipativ zusammen mit den Schulkindern entwickelt – die zukünftigen Nutzenden haben ihren eigenen Spielplatz gestalten können.“

Das gesamte Areal wird einen pädagogischen, ökologischen und gesellschaftlichen Mehrwert bieten, denn der eigentliche Spielplatz wird mit einem neuen Naschgarten und einer erneuerten Grillstelle am Waldrand verknüpft.

  • Beim Naschgarten pflanzen die Schülerinnen und Schüler viele verschiedene essbare
    Pflanzensorten, die sie und die gesamte Buchrainer Bevölkerung bei einem späteren
    Besuch pflücken können. Damit auch diejenigen, welche sich das öffentliche Naschen nicht (mehr) gewohnt sind, nicht in eine unreife Beere beissen müssen, wird zu jeder
    Pflanze ein Schild gesteckt mit der Zeichnung der Pflanze im essreifen Zustand.
  • Die ehemalige Grillstelle wird rundum erneuert. Die Inputs zur Ausgestaltung kamen
    von Jugendlichen. Bei der Grillstelle wurden in den vergangenen Tagen verschiedene Waldarbeiten umgesetzt; so beispielsweise die Neophyten-Bekämpfung, ein Sicher-
    heitsholzschlag sowie die initiale Pflanzung von standortgerechten Gehölzen, Wildstauden und die Anlage von Asthaufen als ökologische Nischen. Wichtig waren auch ein verantwortungsvoller Umgang mit dem vorhandenen Baumbestand, das Erreichen einer standorttypischen Waldboden- und Waldrandvegetation und die räumliche Begrenzung der Grillstelle mit Baumstämmen und weiteren im Wald vor Ort vorkommenden und typischen Materialien. All dies wurde in den letzten Tagen abgeschlossen.

Die Waldoase wird sich durch bewegungsfreundliche Elemente, durch Vielseitigkeit, verschiedene Sitzgelegenheiten sowie vielen tollen Details und einem starken Einbezug der Natur auszeichnen. Der Platz schafft Möglichkeiten zur Begegnung und fördert Naturerlebnisse vor der Haustüre. Der Gemeinderat appelliert an die Bevölkerung, zur Anlage Sorge zu tragen, so dass sich Mensch und Natur lange am Bijoux erfreuen können.

Die Mehrkosten aufgrund der Ausweitung des Projektes konnten durch Stiftungen, Sponsoren und viel Herzblut finanziert werden. Nebst der Gemeinde Buchrain haben sich die jufa (Fachstelle Jugend und Familie) sowie die röm. kath. Kirchgemeinde Buchrain als Landbesitzerin des Grillplatzes stark in der Planung und Ausführung engagiert. Exemplarisch ist dabei das Engagement von Kirchenrat Thomas Ursprung und seiner Frau, die selber tatkräftig Hand anlegten und die diversen Wald- und Bauarbeiten tatkräftig an mehreren Tagen unterstützten. Der Gemeinderat dankt Thomas Ursprung sowie allen weiteren Beteiligten.

Infolge Coronavirus kann nun die Bepflanzung des Naschgartens durch die Schulklasse leider noch nicht erfolgen. Es ist jedoch alles soweit vorbereitet, dass die Schule am Pflanztag im Herbst die Obst-, Beeren- und Kräuterpflanzen pflanzen kann. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

Die gesamte Waldoase ist derzeit noch gesperrt – die Ansaat ist diese Tage erfolgt und die
Abschlussarbeiten folgen in den nächsten Wochen. Mit einer Freigabe des Spielplatzes kann – je nach Corona-Situation – im Mai 2020 gerechnet werden.

 

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