Eine rundum strahlende Wiederaufnahme des Gemeindejubiläums

Das 777-Jahr-Jubiläum ist am dritten September-Wochenende erfolgreich in den Jubiläumsherbst gestartet. Die Lichtinstallation an der Kirche St. Martin fand schweizweit Beachtung, der Kirchenschatz und die Eröffnung des Naschgartens lockten Hunderte Interessierten auf den Festplatz.

Es war ein beeindruckendes Schauspiel, wie sich die Kirche St. Martin am Festwochenende jeweils ab der Dämmerung im Glanz der Jubiläumsfarben präsentierte. Die Fassade der Kirche diente als Projektionsfläche für das 777-Jahr-Jubiläum und setzte sich dabei selbst wunderbar in Szene. Ob vom Dottenberg, vom Letten oder vom Dietschiberg kommend, die Kirche war von weither sichtbar und der in kräftigem Blau und in warmem Gelb erleuchtete Kirchturm lockte die Menschen aus ihren Häusern und vor die Kirche. Hier bestaunten sie das einmalige Lichtspektakel und hielten es mit ihren Smartphones fest. „Innert Kürze wurden die Bilder über verschiedene Social-Media-Kanäle verbreitet. So fand unsere Lichtinstallation bis in die Romandie Beachtung“, erzählt Tom Stocker, Mitglied des Jubiläums-OK und Verantwortlicher für die Lichtinstallation. Diese bildete den Auftakt der Wiederaufnahme des 777-Jahr-Jubiläums, welches bedingt durch die Corona-Pandemie Ende März unterbrochen wurde.

Beeindruckender Kirchenschatz

Nun ist das Jubiläum in einem etwas kleineren Rahmen zurück, und mit ihm auch die ursprünglich für Ende März geplante Präsentation des Kirchenschatzes. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, den Schatz der Pfarrei St. Martin im Kirchenschiff zu bestaunen. Dieser ist für die Grösse der Kirchgemeinde ausserordentlich interessant und wertvoll. Bewundert werden konnten unter anderem prächtige Monstranzen und andere Goldschmiedearbeiten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, historische Messgewänder, eindrückliche Stickereien und Nadelmalereien. Dem Vortrag von Hans Meier zur Geschichte der Kirche und zur Gesellschaft lauschten unzählige Kultur- und Geschichtsinteressierte. Seine Anekdoten und Geschichten brachten das Publikum zum Staunen und Lachen und manch einer bestaunte Meiers immenses Wissen über die Gemeinde. Fleissige Helferinnen und Helfer des Kirchenrates haben die Besichtigung während der zwei Tage ermöglicht,  ihnen gebührt ein grosser Dank.

Naschgarten, saisonal und gesund naschen

Bei prächtigem Spätsommerwetter ging am Sonntagmittag die dritte Veranstaltung im Rahmen der Jubiläumswiederaufnahme über die Adligenswiler Festbühne. Im Naschgarten postiert hatten sich neben OK-Präsident Markus Gabriel auch Hans Meier, diesmal als Projektverantwortlicher. Freudig blickten die beiden in die erwartungsvollen Gesichter der sehr zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher. Umgeben von Beerensträuchern, Obstbäumen und Kräutern eröffnete Markus Gabriel den Garten offiziell und übergab das Wort an Hans Meier. Dieser wusste viel über die Entstehung des Gartens zu erzählen und bedankte sich bei den Sponsoren, Partnern und Helfern.  

Schwer vorstellbar, dass der Naschgarten erst vor wenigen Wochen entstanden ist. „Ja wir können es selbst kaum glauben“, sagt Hans Meier und ergänzte stolz: „Es freut mich ausserordentlich, dass es uns trotz Corona-Pandemie gelungen ist, dieses lebendige Erinnerungsstück an das 777-Jahr-Jubiläum zu schaffen.“ Rund 70 Pflanzensorten haben die Gärtnerei Vetter und Müller Gartenbau zusammen mit Freiwilligen auf der 400 Quadratmeter grossen Fläche eingepflanzt. Auch der tolle Sommer hat seinen Beitrag geleistet und das gute Pflanzenwachstum begünstigt. Nun gilt es, den Garten auch langfristig zu hegen und pflegen. Dieses freiwillige Amt haben verdankenswerterweise Kurt Schmidlin und Heinz Lüchinger übernommen. Sie werden dafür besorgt sein, dass Jung und Alt auch in den kommenden Jahren am Zentrumsweg Früchte, Beeren und Kräuter naschen können. Und sie alle sind eingeladen, den Naschgarten immer wieder zu besuchen und zu beobachten, wie sich die Pflanzen im Jahresverlauf verändern.

Das Jubiläum geht weiter

Das Gemeindejubiläum ist anders verlaufen als ursprünglich geplant. Einiges musste der Corona-Situation angepasst und anderes gar abgesagt werden. „Das ist sehr schade und umso mehr freut es uns, dass die Wiederaufnahme so erfolgreich war. Die Adligenswilerinnen und Adligenswiler lassen sich auch in schwierigen Zeiten die Festfreude nicht nehmen und stehen zusammen – auch mit den nötigen Abstandsregeln,“ resümiert Markus Gabriel und schaut freudig auf die nächste Veranstaltung. Mit dem interaktiven Outdoorgame SQWISS hält das Jubiläums-OK eine besondere Überraschung für Kinder, Jugendliche und Familien bereit. Lanciert wird das Spiel am 6. November. Eine zusätzliche Veranstaltung für den Monat Dezember ist aktuell in Planung. Und wie das Jubiläum gestartet ist, so wird es auch enden: am 3. Januar 2021 mit dem Neujahrsapéro. 

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