Die kleine Stadt in der «Mall»

Als ich mich vorgängig für das Mall-of-Switzerland-Projekt (einst Ebisquare) mit Kolumnen und Leserbriefen stark machte, in der Vorstellung, dass da ein Erlebnis- und Freizeitbad für Jung und Alt entstehen würde, war es für mich klar, es sei für die Situation in Ebikon die richtige Entscheidung. Die Indoor-Surfwelle ist sicher für Junggebliebene eine tolle Sache, nur müsste das Management in Betracht ziehen, dass auch für alle andern Jahrgänge attraktive Angebote wie zB. Hallen- inkl. Freibad, Schulschwimmunterricht, Senior*innen-Angebote usw. ermöglicht würden. Auch betreffend der Nutzung von Shopping-Ladenflächen stellte ich mir beispielsweise eine Markthalle vor, ähnlich wie etwa in Colmar, Nizza, München, Budapest, Rotterdam oder so, wo nationale, einheimische, regionale, wie auch fremdländische Spezialitäten an zahlreichen Ständen verkauft würden. Und das wäre für uns wie auch für Touristen immer ein Hit. Trotz grossen Ladenketten und den Investoren könnte ein «Nebeneinander» durchaus denkbar sein. Dann wäre es für mich auch okay, so wie es sich der Chef Jan Wengeler für die Zukunft vorstellt, «wie eine kleine Stadt».

Housi Mathys, Ebikon

Heinzelweibchen und -männchen

In diesem Jahr schliessen im Kanton Luzern gut 4400 junge Berufsleute ihre Lehre ab. Damit die Prüfungen fachgerecht und einwandfrei durchgeführt werden können, sind knapp 3000 Expert*innen im Einsatz. Sie arbeiten über das ganze Jahr rund 120 000 Stunden für die Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Prüfungen. Ein Grossteil dieser Arbeit wird in der Freizeit und am Wochenende verrichtet. Bezahlt werden sie mit 45 Franken pro Stunde. 45 Franken – brutto wohlverstanden. Dabei sind die Expert*innen ja nicht irgendwelche beruflichen Nobodies, sondern sie sind die absoluten Spitzenkräfte der jeweiligen Berufe: hochqualifizierte Spezialist*innen mit grösstmöglicher Erfahrung. Ihr Antrieb ist die Leidenschaft für die Berufsbildung. Sie wollen sich aktiv einsetzen für den Nachwuchs. Ihr Wirken erfolgt praktisch unsichtbar für die Öffentlichkeit, dafür umso wirkungsvoller. An vielen Diplomfeiern erhalten die jungen Berufsleute nun wieder ihre Atteste und Zeugnisse. Die Arbeit der Expert*innen garantiert, dass die Abschlüsse einen soliden Wert haben und damit bei Arbeitgebern hohe Akzeptanz geniessen. Die tiefe Jugendarbeitslosigkeit im Kanton Luzern ist nur einer von vielen positiven Effekten davon.

Gaudenz Zemp, Direktor Gewerbeverband Kanton Luzern

Rettungsversuch für Lottos

Fern ab jeglicher Realität wird auf Bundesebene die Verordnung zum Geldspielgesetz erarbeitet. Als langjähriger Lottofunktionär in meinem Verein weiss ich, wovon ich spreche und unterstütze den Vorschlag von Regierungsrat Paul Winiker und Regierungsrätin Maya Büchi-Kaiser voll und ganz. Es wäre ein Hohn, die viel gerühmte Freiwilligenarbeit in den Vereinen und der Wille zur Selbstfinanzierung vieler Vereinsprojekte auf diese Weise zu erschweren bzw. zu verhindern und den Kantonen Einnahmen zu schmälern. Eine Reduzierung der Bruttoeinnahmen auf Fr. 25 000.– ist derart beschränkend auf einen üblichen Lottobetrieb, dass dabei viele Vereine aufgeben müssten. Es kann doch nicht das Ziel sein, aktive Vereine in ihrem Willen zur Selbstfinanzierung derart zu behindern. Deshalb ist dem Ansinnen des Bundes rigoros entgegenzutreten.   

Hans Stettler, alt Grossrat FDP Buchrain-Perlen

Verkehrsverdrängung in Luzern

Das Fahrverbot auf der Libellenstrasse in der Stadt Luzern ist seit dem 25. Juni Tatsache. Die dortigen Bewohner haben nun ihre Ruhe, die Verkehrsteilnehmer von und nach Ebikon stehen noch etwas länger im Stau und die Anwohner an der Maihof-/Friedentalstrasse sowie an der Luzernerstrasse in Ebikon (Dosierampel) ertragen den zusätzlichen Verkehr und Lärm. So stellen wir uns konsensorientierte, auf Zusammenarbeit basierende Verkehrspolitik nicht vor!

René Friedrich, Präsident FDP Ebikon