Am letzten Freitag hatte die CVP Landwirtschaftskommission (LWK) zu einem interessanten Anlass in Neuenkirch eingeladen.

Eingangs begrüsste der Präsident der LWK die Anwesenden in Neuenkirch zu einem interessanten und sicher auch sehr informativen Abend. Anschliessend überbrachte Kantonsratspräsident Josef Wyss die Grussworte vom Kanton. Unser Kanton sei wichtig für die produzierende Industrie, wie auch für viele Dienstleistungsbetriebe. In der Agrarwirtschaft hätten wir die ganze Wertschöpfungskette «vom Acker bis auf den Teller» im Kanton Luzern vertreten. Das mache ihn auch so attraktiv für viele KMU’s, meinte Josef Wyss.

Anschliessend trat Urs Schneider, Stellvertretender Direktor beim Schweizerischen Bauernverband (SBV) vor die Anwesenden. Sein Referat stand unter dem Titel «Landwirtschaft: Liebkind oder Prügelknabe?». Ein Thema, das alle fesselte, denn zeigen doch die neusten Zahlen auf, dass die Sympathien für die Landwirtschaft in der Schweiz nach wie vor sehr gross sind und die Bevölkerung unsere einheimischen Produkte schätzt. Daher ist es für alle unverständlich, warum die Landwirtschaft immer wieder als Prügelknabe herhalten muss, man beachte nur die vielen anstehenden Initiativen. Vielleicht ist es für viele einfacher, wenn die Landwirtschaft für alles gerade stehen soll und Verursacher der verschiedenen Umweltprobleme herhält. So braucht jeder einzelne selber nicht viel zur Problemlösung beizutragen, denn man hat ja einen Sündenbock. Die
Trinkwasser- und die Pestizid-Initiativen wurden von Urs Schneider erklärt und er zeigte auf, was eine Annahme der beiden Initiativen bedeuten würde. Die Landwirtschaft sei aufgefordert besser zu werden, aber auch zu kommunizieren, was sie schon alles an Leistungen erbringt. Wir müssen uns nicht verstecken, meinte Urs Schneider, sondern stolz auf unseren Berufsstand sein. Wichtig sei für die Schweizerische Landwirtschaft aber auch, dass sie gute und fähige Vertreter und Sympathisanten nach Bern schicke.

Andrea Gmür, Ständeratskandidatin der CVP Luzern, stellte sich mit Charme und Witz dem Publikum vor und erklärte ihre Beziehung zur Landwirtschaft. Sie betonte, dass ihr die Ausbildung junger Leute wichtig sei, dass sie sich für unsere Sozialwerke stark einsetze, ebenso wie für eine nachhaltige Steuerpolitik, die dann der Landwirtschaft auch zu Gute kommen würde! Andrea Gmür, Nationalrätin, ist der Meinung, dass die kommenden Agrarinitiativen übers Ziel hinaus schiessen würden, ruft aber dazu auf, dass die Agrarbranche im Dialog mit den Konsumenten bleiben müsse Weiterhin stellten sich die Kandidaten der CVP Bauernliste kurz vor und erklärten, wieso ihr Name auf der Bauernliste der CVP stehe. Alle Kandidaten sind sich einig, dass sie mit der Bauernliste der CVP Priska Wismer und Leo Müller unterstützen wollen, die beide starke Vertreter der Landwirtschaft und des Kanton Luzern in Bern wären.

In der anschliessenden Fragerunde, die André Aregger aus Ufhusen leitete, wurden Priska Wismer, Nationalratskandidatin und Leo Müller, Nationalrat auf Herz und Nieren geprüft. Beiden ist es wichtig, dass die zwei Initiativen vom kommenden Frühling vom Stimmvolk abgelehnt werden . Dazu brauche es aber eine intensive Aufklärungsarbeit bei den Konsumenten, denn diese seien immer weiter weg von der Landwirtschaft und oft fehle das Verständnis. Auch eine verklärte Sicht der Landwirtschaft sei oft ein Problem.. Das in der Schweiz bei Annahme der Pestizidinitiative aber zum Beispiel keine Hühner oder keine Kaninchen mehr gehalten werden dürften, werde bis jetzt jedoch noch nicht gross beachtet. Die Fragerunde zeigte, dass beide Nationalratskandidaten sehr gute Vertreter für den Kanton Luzern in Bern wären und absolut wählbar für die landwirtschaftliche Bevölkerung, wie auch für Konsumenten.