Gewerbeverband hält Projekt «Bypass und Spange Nord» für den Wirtschaftsverkehr als zwingend nötig

Die Verkehrsanbindung gehört zu den wichtigsten Standortfaktoren für die Luzerner Wirtschaft. Das bestätigt auch eine Demoscope-Studie von 2015. Der Gewerbeverband Kanton Luzern setzt sich deshalb seit jeher für eine optimale Verkehrsanbindung ein und führt in diesem Zusammenhang auch die Geschäfte der Luzerner Mobilitätskonferenz (LMK).

pd. Der nötige Planungskredit «Bypass und Spange Nord» über 6,5 Millionen Franken soll nächstens in den Kantonsrat kommen. Im Vorfeld dieser Diskussion haben nun die Grünen das Thema aufgegriffen. Über die Medien versuchen sie, eine negative Haltung zum Projekt zu erzeugen. Dabei legen sie den Fokus auf einzelne Quartiere der Stadt. Für den Kantonsrat ist es aber angezeigt, die Sache aus kantonaler Sicht zu beurteilen.

Basis ist der kantonale Richtplan

Die Basis des gesamten Projekts ist letztlich der kantonale Richtplan, der eine Verdichtung entlang der Y-Achse vorsieht. Mit der rasanten Entwicklung auf dieser Achse geht ein stark wachsender Mobilitätsbedarf einher. Als Lösung für diese Herausforderungen hat sich der Kanton auf ein Aggloprogramm geeinigt. Dieses besteht kostenmässig in erster Linie aus ÖV-Massnahmen. Zusätzlich sollen aber auch die Kapazitäten des motorisierten Individualverkehrs ausgebaut werden. Kernelement ist neben dem Durchgangsbahnhof auch der Bypass mit der Spange Nord. Diese führt dazu, dass die Automobilisten schneller von aussen in die Stadt und umgekehrt aus der Stadt aufs Land kommen. Das Stadtzentrum kann umfahren werden. Zudem werden die ÖV-Verbindungen aufgrund des reduzierten Staus zuverlässiger.

Nur als Gesamtpaket

Der Gewerbeverband Kanton Luzern ist überzeugt, dass das Aggloprogramm nur als Gesamtpaket seine volle Wirkung entfalten kann. Die Spange Nord ist also nicht als Einzelelement zu betrachten, sondern als Voraussetzung für den Erfolg der gesamten Lösung. «Wir betrachten das Projekt <Bypass und Spange Nord> für den Wirtschaftsverkehr des gesamten Kantons als zwingend. Selbstverständlich sollen dabei auch die Bedürfnisse einzelner Quartiere der Stadt Luzern soweit wie möglich berücksichtigt werden. Dies muss in der nun anstehenden Planungsphase geschehen», so der Gewerbeverband.

Der Gewerbeverband setzt sich für ein Ja zum Planungskredit ein. Verbunden mit dem Auftrag an den Kanton, das Projekt auf allen Ebenen zu optimieren.