Gebäudeversicherung unterstützt kantonale Hochwasserschutzprojekte

Deckenaufnahme physikalisches Versuchsmodell Würzenbach an der VAW (Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETHZ).

Die Gebäudeversicherung Luzern unterstützt 2020 sechs Hochwasserschutzprojekte des Kantons Luzern mit 3,59 Millionen Franken. Sie hat entsprechende Gesuche des Kantons gutgeheissen. Die vorgesehenen Hochwasserschutzmassnahmen reduzieren das
Elementarschadenrisiko für Gebäude massgeblich.

Im Interesse eines erweiterten Objektschutzes leistet die Gebäudeversicherung Luzern
jährlich Präventionsbeiträge an Massnahmen des Kantons und der Gemeinden zum Schutz vor Naturgefahren. Auf Gesuch des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements (BUWD) hat die Verwaltungskommission der Gebäudeversicherung Luzern beschlossen, im Jahr 2020 die folgenden sechs rechtskräftig bewilligten Hochwasserschutzprojekte mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen:

  • Hochwasserschutz Dorfbach Büron
  • Hochwasserschutz Kleine Emme, Abschnitt Emmenweid
  • Hochwasserschutz Kleine Emme, Abschnitt Werthenstein
  • Hochwasserschutz Rontal
  • Hochwasserschutz Tändlibach, Ruswil
  • Hochwasserschutz Würzenbach, Luzern

Alle Projekte reduzieren das Elementarschadenrisiko für die umliegenden Gebäude massgeblich. Die Kosten für die sechs Projekte betragen insgesamt rund 25,5 Millionen
Franken. Die von der Gebäudeversicherung Luzern zugesicherten Präventionsbeiträge belaufen sich auf 3,59 Millionen Franken.

Bereits in den vergangenen drei Jahren hat die Gebäudeversicherung Luzern Projekte im Interesse des Elementarschadenschutzes mit Präventionsbeiträgen von insgesamt über 6,2 Millionen Franken mitfinanziert.

Präventionsbeiträge zur Förderung des Elementarschadenschutzes

Im Kanton Luzern besteht ein grosser Bedarf an Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren. Nach wie vor sind zehn Prozent der Siedlungsflächen vor einem sogenannten 100-jährlichen Hochwasserereignis ungeschützt. Es bestehen zudem Schutzdefizite bezüglich Murgängen, Stein- und Blockschlägen, Felsstürzen, Hangrutschungen und Lawinen. Ziel der Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren ist es, das Schadensrisiko im Siedlungsgebiet massgeblich zu vermindern. Dies hat letztlich zur Folge, dass in einem Ereignisfall Gebäudeschäden ausbleiben oder zumindest reduziert werden.

Die Gebäudeversicherung Luzern leistet nicht nur Zahlungen im Schadenfall, sie fördert auch präventive Massnahmen im Interesse des Feuer- und Elementarschadenschutzes. Durch die Eigentümer initiierte Objektschutzmassnahmen an Gebäuden unterstützt die
Versicherung bereits seit längerem mit finanziellen Beiträgen. Seit 2017 leistet sie auch
Präventionsbeiträge an Massnahmen des Kantons und der Gemeinden zum Schutz vor
Naturgefahren, die das Elementarschadenrisiko für mehrere Gebäude massgeblich reduzieren. Über die Mitfinanzierung einzelner Schutzmassnahmen entscheidet die
Verwaltungskommission auf Gesuch des BUWD. Die von der Gebäudeversicherung Luzern gesprochenen Präventionsbeiträge werden proportional den Kostenanteilen des Kantons sowie der Gemeinden und Interessierten hinzugerechnet. Die Gebäudeversicherung Luzern führt über die Präventionsbeiträge gesondert Rechnung und erstattet über deren Einnahmen und Verwendung jährlich Bericht.

 

 

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