Die Luzerner Seen sorgen immer wieder für überraschende Erkenntnisse. Einige wurde dem Fischereiverband Kanton Luzern FKL an der sehr gut besuchten Herbsttagung in der Eawag in Kastanienbaum erläutert. Der Eawag ist auch die Fischereiberatung (Fiber) angeschlossen.

bi. Überraschend ist beispielsweise die Erkenntnis, dass der Vierwaldstättersee «mit seinen mittlerweile sechs Felchenarten bezüglich Felchen eines der artenreichsten Gewässer in der Schweiz» ist, so Fiber-Co-Leiterin Corinne Schmid. Oder im Rahmen von «Project Lac» wurde festgestellt, dass der Vierwaldstättersee unter den untersuchten Alpenrandseen die grösste Dichte an Seesaiblingen aufweist. Höhere Saiblingsdichten wurden nur in Bergseen wie dem Lago di Poschiavo und dem Silsersee beobachtet. «Das ist selbst für altgediente Fischer völlig neu», so FKL-Präsident Markus Fischer. Die Eawag beschäftigt sich auch mit den Mittellandseen. Beeindruckend ist die Aussagekraft des Schlamms im Baldeggersee. Die Sedimentsbohrungen informieren über die Entwicklung und das Schicksal des Sees.  

Beat Müller von der eawag erklärt die Sedimentsprobe aus dem Baldeggersee, welche
die Ablagerungen der letzten 100 Jahre im Baldeggersee aufzeigt.