In Vorbereitung auf Beethovens 250. Geburtstag präsentiert Eckehard Schubert das Leben und die Musik Ludwig van Beethovens spielerisch am Flügel im Röseligarten in Root.

Das Schöne an Musik ist, dass man sie auch ohne Worte und Erklärungen versteht. Sie versteht sich quasi von selbst. Aber dass man oft – besonders bei grossen Komponisten – etwas erschlagen und allein mit den Eindrücken, die die Musik hinterlässt, dasteht, wird gemildert, wenn das Wissen über den Komponisten und seine Zeit gleich mitgeliefert wird.

Genau das verwirklicht Eckehard Schubert in seinem Schauspielkonzert Beethoven für 6-99-Jährige. Er selbst spielt Beethoven und führt das Publikum durch sein Leben.

Er spielt Ausschnitte und ganze Sätze aus Sinfonien und Klaviersonaten am Flügel. So gibt er ein Beispiel der damaligen zeitgenössischen Musik und stellt dem eines der bekanntesten Werke von Beethoven entgegen. Mit seinen zehn Fingern ersetzt Eckehard Schubert dabei gekonnt, mit Leidenschaft und Wucht ein grosses Orchester und einen Chor.

Werte der Aufklärung und ein schweres Schicksal

Eckehard Schubert illustriert sorgfältig und leicht verständlich Beethovens Leben und seine Musik, erklärt seine Werte, seine Einstellung zum Leben und lüftet Geheimnisse. Schuberts Freude an der Sache, seine Entschlossenheit und sein Temperament beeindrucken, reissen mit und bilden Beethoven, wie man sich ihn vorstellt, hervorragend ab. Schubert spielt die Figur Beethovens mit Witz, Temperament, Charme und Ernsthaftigkeit. Verschiedene Requisiten verdeutlichen die jeweiligen Stationen der Handlung.

Schuberts Klavierspiel dient der Musik

Schuberts Klavierspiel ist absolut durchdacht, sehr dynamisch und gefühlvoll. Vor jedem Stück holt er die Musik aus der meditativen Stille und entlässt sie am Ende des Stücks dorthin zurück. Sein Klavierspiel dient der Musik. Die starken Gefühle, die ein gut durchdrungener und vortrefflich interpretierter Beethoven hervorruft, reissen das Publikum
mit. Es ist sichtlich ergriffen.

Das Publikum wirkt mit und punktet

In einem Ratespiel darf das Publikum nun mitwirken und kann so viel über die grossen Gefühle in Beethovens Musik lernen. Es werden noch viele weitere Werke Beethovens angespielt und nehmen die Zuhörenden tief hinein in die Welt Beethovens (und Schuberts).

Schuberts Klavierspiel ist klar, sehr gefühlsbetont und jederzeit vom Geist der Musik durchdrungen, versteht das grosse Ganze. Jeder Ton ist wichtig und hat seinen Stellenwert. Wucht, Wut und grosse Gesten drücken die Zuhörenden in den Sitz, genauso wie Zartheit,
Feingefühl und innere Einkehr sie tief berühren. Ergriffenheit und Gänsehaut sind garantiert.

Tina Inderbitzen


Nächste Konzerttermine sind am 24.11.2019 um 10 Uhr im Chupferturm, Schwyz und am 7. und 14. März 2020 in der Aula Wydenhof in Ebikon.