Wir haben Sie wieder, die Zeit der roten Nasen – und sie hat (noch) nichts mit der Fasnacht zu tun. Vielmehr macht das häufige Schnäuzen wegen der laufenden Nase wunde und somit rote Nasenflügel. Wie Sie Ihre Nase pflegen ist Thema des heutigen Gesundheitstipps.

Den roten Naseflügeln hilft es natürlich, ein möglichst weiches Taschentuch zu verwenden, damit die Hautreibung beim Schnäuzen tief gehalten wird. Zum anderen können Wundsalben mit Ringelblume oder Hamamelis lindern. Es gibt sogar eine spezielle Nasenwund-Salbe von Similasan. Die hilft oft auch bei Mundwinkelrhagaden, also offenen Mundwinkeln, insbesondere wenn sie krustig daher kommen. Nicht zu verwechseln mit Nasensalben, die bei Krustenbildung in der Nase angewandt werden. Solche Verkrustungen treten bei trockenen Schleimhäuten vermehrt auf, was wiederum mit der Luftfeuchtigkeit der Umgebung, der getrunkenen Menge Wasser pro Tag und schleimhautspezifischen Faktoren wie beispielsweise Vitamin A oder essentiellen Fettsäuren zusammenhängen kann. Die Luftfeuchtigkeit sollte um die 50% betragen, wobei etwas mehr besser wäre und vor allem im Winter durch das Heizen und im Büro besonderes beachtet werden sollte. In Büros mit mehreren Arbeitsplätzen können zudem ätherische Öle die Luft auf angenehme Art etwas desinfizieren. Besonders wirksam sind da die ätherischen Öle von Thymian, Geranium, Ysop, Pfefferminze, Eucalyptus etc. als Mischung für die Duftlampe, den Vernebler oder gleich als Raumspray.

Trockene Nasenschleimhäute können auch mit 2 bis 3 Nasenspülungen mit physiologischer ( = 0,9%-ige) Kochsalzlösungen gepflegt werden oder mit einem pflegenden Nasenöl oder Nasenspray, der mehrmals täglich angewandt werden kann. Wichtig in diesem Zusammenhang ist darauf zu achten, dass der Nasenspray effektiv pflegend und nicht abschwellend (Otrivin, Triofan, Spirig Nasenspray, Vicks Synex etc.) wirkt. Die abschwellenden Nasensprays geben sofort die Atemwege frei und somit «Luft», was dann nach ca. 4 bis 5 Std. wieder vorbei ist. Die Wirkung kommt über ein Zusammenziehen der Blutgefässe zustande, dadurch schwillt die Schleimhaut ab. Das bedeutet aber auch, dass weniger Feuchtigkeit mit dem Blut in die Schleimhaut gelangt und diese trocken werden kann. Eine trockene Schleimhaut wiederum kann aufschwellen, also nimmt man wieder einen abschwellenden Spray und verschlimmert das Problem erneut, was zu einem Teufelskreis führen kann, respektive zur Nasenspray-Abhängigkeit. Auf längere Zeit machen abschwellende Nasensprays die Schleimhaut «kaputt». Wohlverstanden sind diese Sprays absolut sinnvoll, wenn es z.B. ums Fliegen geht und die Verbindung Rachenraum – Mittelohr durch einen Schnupfen dicht ist, was den Druckausgleich verhindert. Oder wenn es darum geht, den erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Auch eine tropfende Nase in völlig ungünstigen Momenten kann so verhindert werden. Deshalb unbedingt darauf achten, dass abschwellende Sprays nicht länger als 7 Tage angewandt werden.

Bei Schnupfen können auch homöopathische, spagyrische oder phytotherapeutische Mittel helfen. Läuft die Nase wie beim Schneiden einer Zwiebel (mit brenneder, klarer Flüssigkeit und tränenden Augen) kann Alium cepa (eben die Küchenzwiebel) in homöopathischer Form angewandt werden. Bei mehr verstopften Nasen, bei denen auch die Nebenhöhlen spürbar betroffen sind, bieten sich ebenfalls verschiedene Heilpflanzen an (z.H. Hydrastis canadiensis, Centella asiatica, Tropeaolum uvm.). Ein Hausmittel lautet: fein geraffelter frischer Meerrettich in einem feinen Strumpf oder Teebeutel auf den 7. Halswirbel (der steht prominent vor beim leichten nach vorne Nicken) auflegen bis der Reiz (ein Brennen oder Jucken) stark wird. Das kann einige Sekunden oder Minuten dauern. Dann sofort wegnehmen und wenn sich der Reiz nicht beruhigt zum Lindern etwas Öl (z.B.: ein Mandelöl oder aus der Küche ein Olivenöl) einmassieren. Das ergibt einen lösenden Impuls in die Nase und Nebenhöhlen. Auch warme Leinsamensäckchen auf die Nebenhöhlen aufgelegt können helfen. Es gibt auch rund um die Nase vieles, das Sie selber tun können und wenn es nicht mehr reicht, viele gute Helfer.  Je nach Situation lassen Sie sich beraten und Möglichkeiten aufzeigen. Dann können Sie die herrlichen Düfte der bevorstehenden Adventszeit in vollen Zügen geniessen.

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