Patrick Seiz, Drogist und Naturheilpraktiker, Drogerie, Buchrain.

Häufiger als wir annehmen, stressen oder überanstrengen wir unsere Augen. Zum Beispiel immer wenn wir über längere Zeit auf dieselbe Stelle blicken, wie beispielsweise bei der Arbeit am PC, langem Lesen oder bei «Fliessbandarbeit». Das kann zu verschiedenen Problemen führen.

Stressfaktoren durch das Verhalten
Wenn wir, wie bei der Arbeit am Bildschirm, schauen, aber das Auge kaum bewegen, hat das Auswirkungen auf die Muskulatur rund ums Auge und den Feuchtigkeitsfilm auf dem Auge.
Durch das konzentrierte «Starren» verringert sich der Lidschlag. Dieser ist wichtig, um die schützende Tränenflüssigkeit auf dem Auge zu verteilen. Fehlt die Flüssigkeit oder reisst der Flüssigkeitsfilm zum Teil auf, kommt es zu geröteten, gereizten, trockenen Augen und/oder das Gefühl, man hätte ein Sandkorn im Auge. In der Folge kann es auch zu Entzündungen der Bindehaut kommen, weil mit dem Mangel an Tränenflüssigkeit auch die Infektabwehr des Auges geschwächt ist. Es kann auch zu vermehrtem Tränenfluss kommen als Versuch des Auges, zu kompensieren.
Das Fehlen von Bewegung der Augen wie auch der Linsen (resp. Ziliarmuskeln), weil immer auf dieselbe Distanz scharf eingestellt bleiben muss, kann zu einer Art Verspannung führen. Das wiederum kann sich zum Beispiel bemerkbar machen mit vorübergehenden Sehschärfestörungen, gesteigerter Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen bis zu Nackenschmerzen oder Lidflattern.

Externe Faktoren
Alles was das Auge übermässig strapaziert, kann es über längere Zeit stressen oder überanstrengen. Dazu gehören unter anderem zu starke Lichtkontraste, zu trockene Luft oder Zugluft. Zu trockene Luft und Zugluft können zu trockenen Zuständen auf dem Auge führen. Nicht zu verwechseln mit dem trockenen Auge, wenn also grundsätzlich zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird. Vorübergehende Trockenheit, zum Teil auch durch das Tragen von Linsen hervorgerufen, wird einfach und wirkungsvoll mit befeuchtenden Augentropfen behoben. Wer oft unter trockenen Augen leidet, sollte dies beim Augenarzt abklären lassen und mit zusätzlich omega-3-Fettsäuren (Leinöl, Fischöl) und natürlichem Vitamin E nachhelfen.

Das hilft unseren Augen
Das beste Mittel gegen Stress ist Ruhe. Das gilt auch für unsere Augen. Bei Bildschirmarbeit hilft es sehr, alle 50 Min. eine kurze Pause einzulegen. Führen Sie in dieser kurzen Zeit einige Augenübungen (z.B. zu finden auf www.augengesundheit.ch) durch und legen danach die warmen Handflächen sanft auf die geschlossenen Augen. Je nach Ernährungssorgfalt können «augenstärkende» Mittel mit Pflanzen wie der Tagetes, die in Indien schon lange für gute Augen gar gegessen werden. Aber auch Curcuma, das Lycopin aus der Tomate oder Catechine aus dem Grüntee, helfen länger klare Sicht zu haben. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema und stellen Ihnen Möglichkeiten vor. Apropos Auge: Wussten Sie, dass wir in der Drogerie eine Kurz-Irisdiagnose anbieten?