Mit ihrer dritten Ausstellung entwickelt sich die Mall allmählich zu einer Institution für Zentralschweizer Kunst. Die aktuelle Ausstellung zum Thema «Das Wesentliche wagen» zeigt Arbeiten der Malerinnen Ann Wey und Claudia Gubser und ist während der Öffnungszeiten der Mall zu sehen.

Die dritte Kunstausstellung der Mall of Switzerland steht ganz im Zeichen der kulturellen
Wahrnehmung der Weiblichkeit. Weibliche Figuren und florale Sujets in traumgleich
hingetupftem Pastell prägen vor allem die Arbeiten der Luzernerin Claudia Gubser. Ann
Wey hingegen arbeitet meist mit dunkleren, satten Tönen und abstrahiert viele Themen,
aber auch durch ihr Werk zieht sich immer wieder das Motiv der weiblichen Figur.

Beide Malerinnen zeichnen sich durch ihre besonders ausgewogenen Farbkompositionen
aus. Ihren Schaffensprozess beschreibt Ann Wey als «kreativen Prozess mit dem Material,
ausgelöst durch eine Situation, eine Stimmung», und Claudia Gubser geht «mit einer
Ahnung für die Farbe und einem vagen Gefühl für die Form» an ihr Werk heran. Einer
Stimmung folgen, spielerisch ausprobieren, Unschärfen wagen ‒ auch mit dem Prozess
des Entstehenlassens folgen die Künstlerinnen einem gemeinhin als weiblich verstandenen
Prinzip. Am Ende konsolidiert sich eine Form und jedes Bild erzählt eine Geschichte, die
etwas Wesentliches aus der Unschärfe hervortreten lässt.

Kunst in der Mall

Die Mall of Switzerland will zunächst vor allem Zentralschweizer Künstlern eine Plattform
gegeben und die Mall weiter als Ausstellungsort etablieren. Kunst hat in der Zentralschweiz
eine lange Tradition. 2017 feierte die ehemalige Kunstgewerbeschule Luzern und heutige
Hochschule Luzern Design und Kunst ihr 140-jähriges Jubiläum. Bedeutende Vertreter wie
Joseph und Max von Moos, Hans Erni, Hans-Peter von Ah, Hans Eigenheer oder Niklaus
Troxler wurden hier ausgebildet und auch heute verfügt die Region über ausgezeichnete
Kunstschaffende. Zu einem späteren Zeitpunkt sieht das Ausstellungskonzept vor, auch
Gastkantone einzuladen.

Die Kunstausstellungen bieten neben saisonalen Aktionen wie dem Eisfeld oder dem
künstlichen Strand «EbiBeach» auf dem öffentlichen Platz Ebisquare ein weiteres Highlight,
denn gemäss Umfragen schätzen die Besucher, aber auch die Bewohner der Gemeinde
Ebikon und Umgebung die Mall of Switzerland auch als erlebnisreichen Treffpunkt.

 


Wann und Wo
Vernissage & in Anwesenheit der Künstlerinnen
Freitag, 8. November 2019
Eröffnung 18.30 Uhr
Mall of Switzerland/Attika, 3. OG
Begrüssung: Centerleitung
Ansprachen: u. a. Victor Breu, Journalist und Kommunikationsberater, ehem. Chefredaktor/Redaktor «Finanz und Wirtschaft», «Handelszeitung», «Tages Anzeiger»

Ausstellungsdauer:
9. November – 7. Dezember 2019
Öffnungszeiten (gemäss Öffnungszeiten Mall of Switzerland):
Montag bis Mittwoch 9 bis 18.30 Uhr
Donnerstag und Freitag 9 bis 21 Uhr
Samstag 8 bis 16 Uhr
Sonntag geschlossen
Anwesenheit der Künstlerinnen:
Samstag, 16. November, 14 – 16 Uhr
Samstag, 23. November, 14 – 16 Uhr

 

Claudia Gubser
«Im Nebel sehen wir die Welt anders. Eine Erscheinung wird plötzlich zu etwas Wesentlichem»
Claudia Gubser geht als Suchende «mit einer Ahnung für die Farbe und einem vagen Gefühl für die Form» an die Malerei heran. «Im Nebel sehen wir die Welt anders. Eine Erscheinung wird plötzlich zu etwas Wesentlichem», so Gubser. Im Prozess des Schaffens lässt sie sich von ihren Bildern Geschichten erzählen. Vertrautes trifft auf Neues, noch zu Entdeckendes.
Was dabei entsteht, kann eine Figur sein oder eine Blume, die mit dem nächsten Pinselstrich wieder verschwindet. Am Ende lichtet sich der Nebel und etwas Wesentliches tritt hervor. Claudia Gubser malt in einer Acryl-Mischtechnik vorwiegend die weibliche Figur, aber auch florale Motive wie Mohn- und Sonnenblumen. Die 1971 geborene Claudia Kupferschmied Gubser hat seit 1990 fortlaufend Kurse in den Fächern Malerei, Zeichnen, Monotypie und abstrakte Kunst unter anderem im Kunstatelier Luzern und an der Kunstakademie Kloster Neustift belegt. Seit Ende der 1990-er Jahre stellt sie regelmässig aus und hat ihre Bilder zum Beispiel am Kunstmarkt Zofingen, in der Zuger Altstadthalle, am Schweizer Kunst-Supermarkt Solothurn oder an der Swiss Art Expo in Zürich gezeigt. Claudia Gubser lebt als freischaffende Malerin in Inwil im Kanton Luzern. In ihrem Atelier in Inwil sowie im Kunstatelier Luzern gibt sie Kurse im Acrylmalen.


Ann Wey
«Bilder entstehen im kreativen Prozess mit dem Material, ausgelöst durch eine Situation, eine Stimmung»
Die Arbeiten der freischaffenden Kunstmalerin Anne Wey sind durch das Experimentieren mit vielfältigen Werkstoffen wie Pigmenten, Sand, Wachs, Acryl, Textil oder Beize geprägt. Ihre Sujets findet sie meist im kreativen Prozess mit dem Material, ausgelöst durch eine Situation, getragen von einer Stimmung. Oft steht der Mensch im Zentrum. Bei ihren figürlichen Motiven gelingt es Wey, Haltungen zum Ausdruck zu bringen. Ihre besondere Stärke liegt in der fein abgestimmten, markanten Farbgebung. Anne Wey wurde 1948 in Beverley, Grafschaft Yorkshire geboren. Nachdem sie 1974 in die Schweiz übersiedelte, begann sie sich intensiv mit der Malerei zu beschäftigen. Sie besuchte Kurse und Seminare bei namhaften Dozenten und Dozentinnen im In- und Ausland, u.a. im Kunstatelier Luzern, an der Kunstakademie Bad Reichenhall und an der Akademie für zeitgenössische Kunst am Bodensee. Seit ihrer ersten Ausstellung im Jahre 1998 hat Ann Wey ihre Werke mindestens einmal jährlich einem breiten Publikum im Seetal, in Basel, Kriens, Bern, Zofingen, Unterentfelden, Steinhausen, Sempach, Neudorf und Zug in Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. 2007 eröffnete sie ihr eigenes Atelier mit integrierter Galerie in Hitzkirch. Hier gibt sie ihre Erfahrung und ihr Können in Abend-, Nachmittags- und Wochenendkursen weiter.