Was ist der Unterschied zwischen der Senioren- und der üblichen Fasnacht? Eigentlich nur die Uhrzeit, denn an der Senioren-Fasnacht im Möösli z’Eibu wird gefeiert wie zu alten Zeiten.

Vermutlich stehen bereits führmorgens etliche Seniorinnen und Senioren vor dem Spiegel,
um ihrem Outfit den letzten Schliff zu verleihen, da bereits um 11.00 Uhr die Festivitäten im Möösli losgehen. Pünktlich treffen 65 „Best Ager“zur Senioren-Fasnacht ein und gönnen sich einen Apéro. An den Stehtischen oder den einladenden, aus Holzstämmen dekorierten
Sitzgruppen, werden erste Worte gewechselt.

Offiziell eröffnet wir der Anlass mit den Begrüssungsworten von Sandra Koch. Im Anschluss
lädt Pfarrer Polycarp zum Tischgebet ein. Mit guten Wünschen gesegnet greifen die Gäste zu Messer und Gabel und geniessen den von Wisu und Yvonne Eugster lecker zubereiteten
gemischten Salat und anschliessend das sehr feine Piccata mit Tomatenspaghetti.

Danach ist Party angesagt. Für Stimmung sorgen Toni Albisser alias «Digital Hansli». Mit
seiner Nummer «de Kiosk vom Dorf uf em Scooter» aktiviert er die Lachmuskeln aller
Anwesenden und mit Anekdoten von früher zaubert er manches Lächeln auf die Gesichter.

Plötzlich schallen die vertrauten Töne des Stücks Pink Panther von Henry Mancini durch den
Saal. In Rosa Tüll gehüllt trägt, nein tanzt das Team des frohen Alters unter der Leitung von Sandra Koch selbstgebackene Köstlichkeiten herein.

Zum Abschluss heizt der Sound-Boy Werni aus Emmen nochmals richtig ein. Die
stimmungsvollen Lieder treiben alle auf die Tanzfläche. Die fröhliche Schar formiert sich zur
Polonaise und schlängelt geschickt an Stühlen und Tischen vorbei.

Glücklich und beschwingt machen sich die Eibeler Senioren gegen halb fünf abends auf den
Weg nach Hause. Gut möglich, dass sich zur selben Zeit ein Enkelkind auf den Weg an die
Fasnacht macht.

Tina Colatrella