Am Freitag, 22. Februar 2019, am letzten Schultag vor den Sportferien, fand am Nachmittag der traditionelle Kinderumzug der Schulhäuser Feldmatt und Höfli statt.

Gestartet wurde vor dem Zentrum Höchweid – bei frühlingshaften Temperaturen machten sich über 300 Kinder auf die Umzugsroute, angeführt von den Ebikoner Fasnachtsgewaltigen. Musikalisch begleitet wurden sie von der Ad hoc Guggenmusik, gebildet von Eltern und Kindern (und Ehemaligen) und zusätzlichen Profis. Viele Zuschauer säumten den Umzugsweg entlang der Alfred-Schindlerstrasse bis zum Pausenplatz des Feldmatt-Schulhauses.

«Es läuft rund» hiess das diesjährige Motto und jede Klasse bastelte ihre eigene Fasnachtsverkleidung. «Alle hatten die Vorgabe, dass es rund sein muss», meinte Evelyne Egli, die zusammen mit Karen Lübben im OK-Schulfasnacht die Federführung hatten. Zum OK gehören neben Lehrpersonen der Schulhäuser Feldmatt und Höfli auch die beiden Hauswarte Marco Bieri und Reto Wymann. Die Zuschauer konnten sich von der Kreativität der Kinder überzeugen –runde Hüte, runde Köpfe, Weltkugel, Sonnen, Eisbären, Smilies – einfach toll!

Auf dem grossen Pausenplatz vor dem Feldmatt-Schulhaus löste sich der Umzug wieder auf und bevor die Kinder mit den Atelierbetrieb beginnen konnten, hielt Zunftmeister Armin I eine kleine Rede und übergab als rundes Geschenk den Kindern einen Fussball. «Für mich ist es eine grosse Freude, mit den Kindern den Umzug zu geniessen. Alles läuft rund, das Wetter ist prächtig – für mich dürfte es allerdings 10 Grad kälter sein. Wir schwitzen alle unter unseren Kleidern», strahlte Armin I mit einem Blick auf seine Frau Conny und das Weibelpaar Alex und Andrea Bernt. Seine beiden Kinder Manuel und Tobias konnten ihre Eltern nicht begleiten – sie besuchen die 5. und 6. Klasse im Zentralschulhaus. Und auf seine Zunftmeister-Auftritte angesprochen meint er: «Diese Zeit ist sehr intensiv, seit dem 10. Januar sind wir fast täglich unterwegs, besuchen Schulen, Wagenbaugruppen, Heime etc. Der Ebikoner Kinderumzug hat 51 Nummern! Aber es macht uns Spass!»

Mit Spannung wurde Mitte Nachmittag der Zunftmeister mit seinem Gefolge im Zentrum Höchweid erwartet. Wie ein Zirkusdirektor wurde er begrüsst, denn das Motto hier hiess «Zirkus Fantastico» und die Bewohner samt Betreuungspersonen waren entsprechend gekleidet. Sie wurden von Zirkusdirektorin Marianne Wimmer, herzlich empfangen: «Es freut uns sie hier im Zentrum Höchweid begrüssen zu können, es ist für uns eine Ehre.» Und die Nachmittagsvorstellung konnte beginnen: geschunkelt wurde zu den Klängen der ad hoch Guggenmusik, bewundert wurden die einstudierten Shownummern wie etwa die Pferdenummer, die Tiger-Dressurnummer und vieles mehr. «Für mich war es wichtig, dass alle Bewohner vom Känzeli und vom Höchweid hier anwesend sein können. Wir haben selbst ein Bett hinuntergeholt, damit der leidenschaftliche Guggenmusiker Max den Nachmittag miterleben kann», meinte Marianne Wimmer. Nach dem Nachtessen trat noch die Fasnachtsband Märi-Ruugger, ein toller Fasnachtsnachmittag-Abschluss.

Ursula Hunkeler