Katzenelend

Katzen sind abgesehen von Fischen in Aquarien, das beliebteste Haustier von Herr und Frau Schweizer. So beliebt wie Katzen als Haustiere sind, werden auch viele Fehler im Umgang mit den «Schmusetigern» gemacht.

Unkontrollierter Nachwuchs führt rasch zu vielen Jungkatzen, die dann entweder «entsorgt» werden oder auf sich selbst gestellt sind und sich dann wiederum weitervermehren. Geht man davon aus, dass ein Katzenpaar pro Jahr zweimal Nachwuchs bekommt und jeweils drei Kätzchen pro Wurf überleben, ergäbe dies in sieben Jahren über 420’000 Katzen.

Deshalb fordert der Tierschutz Luzern eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Übernehmen Sie Verantwortung für ihre Katzen und lassen Sie diese kastrieren! Der beste Zeitraum für eine Kastration ist jetzt, von Oktober bis März, da die Katzen in dieser Zeit keine Jungen haben. Dadurch verringert sich die Gefahr, dass streunende Katzen sich im Strassenverkehr oder bei Revierkämpfen verletzen oder übertragbare Krankheiten wie Leukose, Katzenaids etc. weitergeben. Kastrierte Katzen werden nicht träge und bleiben gute Mäusefänger. Wilde Katzen können nicht in Tierheimen untergebracht werden. Sie müssen mittels einer Falle eingefangen werden und nach der Kastration am selben Ort wieder freigelassen werden. Gerne können Sie für Fallen oder Adressen von Tierärzten mit dem Tierschutz Luzern Kontakt aufnehmen.

Der Tierschutz Luzern setzt neu auf Aufklärung. Die finanziellen sowie personellen Ressourcen des Vereins sind beschränkt, deshalb strebt er nachhaltige Lösungen an. Dabei ist es wichtig, dass zugelaufene Tiere nicht gefüttert werden und dass das Futter für die eigenen Katzen an einem nicht zugänglichen Ort für streunende Katzen platziert wird. Die wählerischen Tiere reagieren schnell, wenn das Futter besser schmeckt als jenes beim eigentlichen Besitzer. Wer eine Katze regelmässig füttert und sie von sich abhängig macht, gilt als ihr Halter.pd