Am vergangenen Samstag trafen sich die Eingeteilten der Feuerwehr Oberseetal und ihre Angehörigen sowie Gäste zur alljährlichen Agathafeier. Diesmal stieg das Fest unter dem Motto «Flower-Power» im farbenfroh dekorierten Mehrzweckgebäude in Ballwil.

Am Samstag, 23. März 2019, wurde zur Agathafeier der Feuerwehr Oberseetal eingeladen, welches turnusgemäss vom Zug 2 unter der Leitung von René Zurfluh organisiert wurde. Viele der 190 Gäste erschienen mottogerecht, es entstand ein äusserst farbenfrohes Bild.

Ein besinnlicher Start

Gestartet wurde um 18.00 Uhr mit dem besinnlichen Teil, welcher durch Christoph Beeler gestaltet wurde. Er bezog sich auf die Geschehnisse der Flower-Power-Zeit wie Kriege, aber auch Freiheit, welche jedoch nicht zum Vorteil sondern zur Nächstenliebe dienen soll. «Die Lebensfreude, welche diese Zeit verkörperte, widerspiegelt die Feuerwehr, Leben zu retten,
ebenso für Wohlergehen und Frieden beitragen», meinte er. «Dies funktioniert nur mit Liebe und Respekt den andern gegenüber. Die heilige Agatha, unsere Kameradin im Himmel, soll die Feuerwehr als schützende Hand während den Einsätzen begleiten.» «Lasst uns bleiben in Frieden – Peace!», mit diesen Worten wurde der besinnliche Teil abgeschlossen.

Mit einem Video-Rückblick der vergangenen Delegiertenversammlung, bei welcher praktisch die gesamte Feuerwehr freiwilligen Dienst leistete, ging Kommandant Alois Füglister zum offiziellen Teil über. Er sprach von 53 Einsätzen im vergangenen Jahr, das sind nur gerade mal neun Einsätze weniger als im Vorjahr. Die Neueingeteilten wurden begrüsst und die austretenden Kameradinnen und Kameraden namentlich erwähnt und geehrt, wobei Alex Lang nach 28 Dienstjahren spezielle Erwähnung fand.

Wie wäre ein Hydrant am Woodstockkonzert in Betrieb genommen worden? Mit einem Rap.

Der offiziellen Rapport wurde mit Darbietungen und Musik des Chores «Chorwurm» aus Hochdorf genüsslich unterbrochen. Der Zug 2 Ballwil brachte doch ein unglaublicher Rap zum Thema Hydrant hervor. In einem zweiten Sketch sollte ein vermeintlicher Brand in einen Joint-rauchendem Zelt gelöscht werden. Zuvor erhoffte sich die Einsatzleitung optimale Hilfe bei Mike Shiva. Um auch richtig helfen zu können stellte dieser sofort die Telefonhörerin Gisela in die teure Warteschlaufe und versuchte den Einsatzleiter mit eher unkonventionellen Mitteln Tipps zu geben.

Mike Shiva gab der Einsatzleitung Tipps per Telefon.

Auch Ehrungen und Beförderungen nahmen einen grossen Teil ein. Alois Füglister dankte den Kameradinnen und Kameraden für die langjährige Treue, wobei er die unglaublichen 35 Dienstjahre von Franz Banz aus Inwil speziell hervorhob. Einen besonderen Dank richtete er an die Partner-/Innen der Eingeteilten für das grosse Verständnis, ebenso ein grosses
Dankeschön dem Organisationsteam für diesen gelungenen Abend. «Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr», Alois Füglister schloss den offiziellen Rapport.

Mit einem köstlichen Nachtessen und Dessert wurde die Kameradschaft gepflegt und bis in die frühen Morgenstunden geplaudert und gefeiert. Was mit der Telefonhörerin Gisela geschah, entzog sich unserer Kenntniss. Vermutlich hängt die arme Frau immer noch in der Warteschlaufe.

Der Brand entpuppte sich als Jointhöhle.