Fotografieren ist wie Auto fahren. Ein routinierter Autofahrer merkt die automatisierte Abfolge nicht mehr und konzentriert sich auf das Wesentliche.

Diese routinierte Abfolge lernen und verstehen, lautete das Motto am Fotokurs bei regnerischem Sommerwetter. Die interessierten, wissbegierigen Fans wurden zuerst theoretisch gefordert. Es galt Kamerasysteme kennen zu lernen mit Vor- und Nachteilen derselben. Dann die zusammenhängenden Grundregeln wie Brennweiten, Verschlusszeiten, Blenden, ISO Einstellungen, Tiefenschärfe, Aufhellblitzen, Messfeldarten und das Wesentliche, die Bildgestaltung, die eine Foto erst gut erscheinen lassen.

In der Praxis gestaltete sich das ungleich schwieriger, denn zuerst musste die eigene Kamera verstanden sein. Zum ersten Wissen gehört, wo man was, wie einstellt, dann folgt das Warum ist das so und was passiert dann. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und bekanntlich macht Übung den Meister. Dabei sind Geduld und Durchhaltevermögen gefragt, sonst verschwindet die teure Kamera schnell wieder in der Schublade. Die Foto-Liebhaber hielten sehr gut durch, es gab tolle Ergebnisse und einige neue Erkenntnisse und Aha-Erlebnisse.

Autor und Fotos: Jens Howoldt