Kürzlich ging der Schwingerstamm Bahnhöfli Root auf Tauchgang in die Tiefen der Geschichte des Schwingklubs Oberhabsburg. Der Besuch des von Sepp Bühler in zwanzigjähriger Arbeit mustergültig aufgebauten Archivs im Röseligarten hinterliess einen nachhaltigen Eindruck.

1924 wurde im Gasthaus Adler in Buchrain der Grundstein zum heutigen Schwingklub
Oberhabsburg gelegt. 95 Jahre später präsentiert sich der Verein mit über 500
Mitgliedern aus zehn Gemeinden kerngesund und gut aufgestellt für die Zukunft. Er
plant aktuell eine freistehende Schwinghalle mit Trainingsraum, Garderoben, Duschen
und Nebenräumen. Das Rontaler Trainingscenter SKO beim Schulhaus Oberfeld in Root
wird eine Sägemehlfläche von 200 Quadratmetern aufweisen.

Aber auch seiner Vergangenheit ist sich der SK Oberhabsburg bewusst. Dafür sorgt der
ehemalige Hauswart der Rooter Schulen Sepp Bühler. Er sammelt in seinem Archiv
Dokumente, Protokolle, Ranglisten und Fotos, um sie der Nachwelt zu erhalten. Zu den
Gründen seines Engagements meinte der 78-Jährige: «Beim 75-Jahr-Jubiläum des
Vereins wurde mir bewusst, wie wichtig es ist, auf Unterlagen zurückgreifen zu können.»

Dass man dies dank vorbildlicher Organisation bei ihm quasi in Minutenschnelle kann,
zeigte sich bei einer Visite durch den Schwingerstamm Bahnhöfli Root. Sein langjähriger
ehrenamtlicher Einsatz wurde in Ansprachen des ISV-Präsidenten Peter Achermann und
des ehemaligen Technischen Leiters des ESV, Bruno Stofer, gewürdigt und verdankt. Das
älteste Dokument ist das Vereinsprotokollbuch 1932–1967. Besonders stolz ist er auf
seine Ranglistensammlung von eidgenössischen und kantonalen Festen, von Berg- und
Kranzfesten. Es ist ihm und dem Verein zu wünschen, dass er seine Tätigkeit noch lange
und wie bis anhin mit viel Herzblut ausüben kann.

v. l.: Alois Isenegger, Sepp Bühler, Josef Wyer, Franz Schillig.
Sepp Bühler bei seiner Tätigkeit im Archiv.