LUZERN/ROOT – In Luzern findet erstmals eine Verkaufsausstellung von Lakota-Kunst und Kunsthandwerksarbeiten der Native Americans aus den Black Hills USA statt. Charly Juchler besucht regelmässig mit kleinen Gruppen die historischen Stätten und heiligen Orte der Lakota-Indianer und deren Rituale. Er organisiert auch die jährlichen Lakota-Verkaufsausstellungen an verschiedenen Orten in der Schweiz, dieses Jahr erstmals in Luzern. Gleichzeitig zeigen die Veranstalter eine Teilausstellung von Angy Burris indianischem Lebenswerk.

Die Verkaufsausstellung an der Murbachstrasse 15 in Luzern (Saal 1. Stock) ist geöffnet von Donnerstag, 17. Dezember, bis Sonntag, 20. Dezember, von 11 bis 20 Uhr. Am Sonntag, 20. Dezember, hält Charly Juchler um 16 Uhr den Vortrag «Lakota – und wo sind die Indianer hin?». Zu hören sind dabei Songs von Jim Yellowhawk und Charly Juchler. Zur Eröffnung der Ausstellung Mittwoch, 16. Dezember, 19.30 Uhr, erzählt Charly Juchler über das Schicksal der Lakota unter dem Titel «Lakota-Indianer: Kultur und Spiritualität, einst und heute». Jim Yellohawk wird am Dienstag, 15. Dezember, in der Schule Root morgens und nachmittags eine Performance zeigen: 9.45 bis 11.45 Uhr im Schulhaus St. Martin, 13.30 bis 15.30 Uhr im Schulhaus Oberfeld.

Indianer veränderten Charly Juchlers Leben

Charly Juchler, geboren in Winterthur, ist gelernter Maschinenschlosser mit einem Abschluss in der Handelsschule. Als Bordmechaniker auf Greenpeace-Schiffen bereiste er die Weltmeere während sechs Jahren, zwei Jahre verbrachte er auch in Kanada. So nahm er an einem Unterstützungsprojekt von «Service Civil International» in Süd Dakota teil, sein Arbeits- und Aufgabenbereich lag im «Rosebud»- und «Pine Ridge»-Indianerreservat in South Dakota USA. Hier entwickelte sich eine tiefe Verbindung mit Land und Leuten. Der Aufenthalt bei den Lakota-Indianern veränderte sein Leben vollständig. Charly Juchler war schon als Kind fasziniert von der Welt der Indianer. Seit 1995 lebt er in den Black Hills in Süd Dakota, er ist ein grosser Kenner der Lakota Prärie-Indianer. Seit 1995 führt Charly Juchler erfolgreich Lakota-Kultur- und Landschaftsreisen durch die heiligen Black Hills, die Pine Ridge- und Rosebud-Reservate und durch die majestätischen Badlands in South Dakota durch. Um der bedrohten Kultur der Native Americans zu helfen, führt er jedes Jahr Verkaufsausstellungen aus indigenem Schaffen in der Schweiz durch, belebt durch Vorträge und Performances wie Tänze, Flötenspiel und Gesänge der Lakota-Indianer. Eine indianische Weisheit besagt: «Gott schläft im Stein, träumt in der Pflanze, erwacht im Tier und handelt im Menschen».

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