Das dritte Rontaler Schülerschachturnier am 17. November in Ebikon war von einem überraschend markanten Teilnehmeranstieg geprägt.

Eine praktisch vollständig anwesende Schulklasse aus Root versuchte, den anderen talentierten oder noch im Anfängerstadium befindlichen Strategen Paroli zu bieten, dies
ebenfalls mit der Devise: Mitmachen kommt vor dem Rang. Kinder und Eltern erlebten einen turbulenten Schachnachmittag, der nach fünf Runden diejenigen Kämpfer nach vorne brachte, welche wohl am besten mit dem Zeitfenster von 15 Minuten pro Spieler umgehen konnten. Es gab viele Dramen an den Brettern, weil die Kinder oft hastig agierten, als hätten sie keine Minute mehr Zeit für den Rest der Partie. Die kiebitzenden Eltern
verzweifelten oftmals fast, wenn ihr Schützling eine zur Verköstigung dastehende Dame oder eine andere ungedeckte Grossfigur verschmähte, nur weil er die Situation mangels Zeitinvestition gar nicht realisierte und somit den Sieg verschenkte. Es hatte an diesem Turnier überraschend viele Mädchen, die das königliche Spiel wohl ebenfalls als grosse Bereicherung und als fantastische Herausforderung mit Zukunftspotenzial erkannt haben.

So war dann am Schluss jeder Teilnehmer ein König, weil jeder mit seinen intellektuellen Fähigkeiten ein paar gelungene Züge und ein paar raffinierte Kombinationen aufs Brett zaubern konnte, die Lust auf mehr Schach machen. Auch die nicht auf dem Podest stehenden Junioren strahlten am Schluss des Turniers – nicht nur, weil es noch ein Chlaussäckli gab, sondern weil Schach durchaus Glücksgefühle generieren kann und man sogar nach Niederlagen oft mehr weiss als vorher. Jeden zweiten Dienstag (17.00 bis 18.30 Uhr, Rest. Bahnhöfli, Ebikon) können Schüler beim SC Rontal das faszinierende Spiel kennenlernen und vielleicht schon bald ihre Gegner schwindlig kombinieren.fis