«Lakota-Indianer» zu Gast an den Orchideentagen im Luzerner Garten

Orchideen und Indianer: Im Luzerner Garten in Ebikon treffen über 1000 Orchideen-Arten auf Indianer der Lakota Nation. Die 32. Luzerner Orchideentage haben sich quasi mit den Lakota verbrüdert und verschwestert und zeigen vom 21. bis 23. September diese «Wahl-Verwandtschaft» in einer farbenprächtigen Ausstellung mit vielen Show-Events.

Warum sind Orchideen und Indianer verwandt? Die Lakota Nation, nordamerikanische Ureinwohner aus den «Great Plains», sagen dazu «Mitakuye Oyasin». Dies heisst soviel wie «Wir sind alle und mit allem verwandt». Menschen, Tiere, Wasser, Steine, Bäume, Pflanzen und so auch die Orchideen sind eng miteinander verbunden; die Natur und Schöpfung als Grundlage unseres Seins. Deshalb haben die 32. Orchideentage und die Lakota-Indianer sogar eine gemeinsame Botschaft: «Hebit Sorg zur Natur!»

In grossräumigen Gewächshäusern und auf dem umliegenden Aussenareal mit der beliebten Luzerner Gartenbahn wetteifern über 1000 Orchideen-Arten mit so fremdklingenden Namen wie Phalaenopsis oder Phragmipedium um die Gunst der Betrachterinnen und Betrachter. Bruno Jenny vom Luzerner Garten: «Einige Nutzpflanzen, welche wir heute als selbstverständlich wahrnehmen, haben ihren Ursprung in Nordamerika. Sie traten ihren Siegeszug rund um die Welt an dank des Anbaus indigener Völker.»

Lakota-Kultur inmitten von Orchideen

Inmitten der Herbstausstellung bringen die Lakota-Indianer und Freunde der Lakota die Kultur und Bräuche näher – hautnah zum Anfassen. Ein Spektakel der besonderen Art zum Mitsingen und Miterleben mit Essen und Trinken: Die Lakota geben Einblick in ihre Lebensweise mit Tänzen wie PowWow und Round Dance, Liedern mit Flöte und Trommel, Informationen zu Zeremonien wie dem Rauchen der Chanupa (heilige Pfeife), der Schwitzhütte und dem Sonnentanz. Georg Riedler, sein Lakota-Name lautet «He Ska Zintkala» (Vogel der weissen Berge): «Spezielle Bauten wie Tipis, Fluss mit Kanus, Schwitzhüttenplatz und Einrichtungen mit Heil- und Nahrungspflanzen, Bekleidung, Mythen und Geschichten für Gross und Klein, Skulpturen, Bücher und Bilder zeigen die Verbindung zwischen der Lakota Nation und dem Luzerner Garten auf.»

Die Hälfte der zehn Franken Eintritt gehen an den «Chanku luta»-Fonds in South Dakota des Schweizers Charly Juchler, an Indianische Schulen und Institutionen, damit die Traditionen und Bräuche der Lakota der Nachwelt erhalten bleiben. Bei schönem Wetter fährt die Gartenbahn durch die Aussenanlagen. Die über 1000 Orchideengewächse stehen in voller Blüte und Farbenpracht, strömen gar betörende Düfte aus – von der Adligenswilerstrasse 113 in Ebikon bis aufs Land und in die Stadt Luzern, begleitet von den Trommelklängen der Lakota. Diese Klänge sagen uns «Tókša» – «Bis bald» – oder «See you in the Lucerne Garden».

www.luzerner-garten.ch

Orchideen-Ausstellung mit Lakota-Indianern

Freitag, 21.9., 9-21 Uhr

«Lakota»-Event für Kinder 16-17.30 Uhr

«Lakota»-Begrüssung 19 Uhr, anschliessen Apero für geladene Gäste.

Samstag, 22.9., 9-16 Uhr

«Lakota»-Event 10.30-12 Uhr und 14-15.30 Uhr

Sonntag, 23.9., 9-16 Uhr

«Lakota»-Event 10.00-11.30 Uhr und 14-15.30 Uhr