RONTAL – Die Gemeinden Buchrain, Dierikon, Ebikon, Gisikon, Honau, Inwil und Root haben mit dem Kanton, dem Verkehrsverbund und LuzernPlus das Gesamtverkehrskonzept LuzernOst erarbeitet. Dieses zeigt auf, dass die Mobilität bis 2030 zunehmen wird und die Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr sowie den Langsamverkehr entscheidend ist. Die Bevölkerung ist zur Mitwirkung und zu zwei Informationsveranstaltungen eingeladen.

pd. Mit den bestehenden Einzonungen und den laufenden Projektplanungen wird sich die Mobilitätsnachfrage innerhalb der sieben LuzernOst Gemeinden bis 2030 erhöhen. Ein Ausbau des Strassennetzes für den motorisierten Individualverkehr ist in diesem Zeitraum nicht vorgesehen. «Eine zukunftsfähige Abwicklung des Verkehrs auf der Achse Luzern-Zug-Zürich ist für die Standortattraktivität von LuzernOst sehr bedeutend. Deshalb haben die Gemeinden entschieden, für den funktionalen Raum gemeinsam eine Übersicht zu erstellen, Strategien zu definieren und konkrete Massnahmen festzulegen», erklärt Pius Zängerle, Präsident von LuzernPlus. «Die Grossprojekte wie der Bypass, die Spange Nord oder der Durchgangsbahnhof fehlen noch bis mindestens 2030, um die gewünschte Entlastung für das Rontal zu erhalten. Deshalb ist die kontinuierliche Verlagerung des Verkehrs vom Auto zum öffentlichen Verkehr oder zum Fuss- und Fahrradverkehr entscheidend», so Zängerle. Der Bau des Bushubs Ebikon und die Verlängerung der Trolleybuslinie 1 bis zur Mall of Switzerland befinden sich in der Planung.

Abwicklung des Mehrverkehrs bis 2030

Das Gesamtverkehrskonzept LuzernOst ist auf 2030 ausgerichtet und definiert Massnahmen, welche in diesem Zeitraum umgesetzt werden können. «Ziel ist, dass der bestehende Verkehr und der Mehrverkehr in Zukunft verträglich abgewickelt werden können. Die Herausforderung liegt darin, dass die Kapazität der Strassen für den erwarteten Mehrverkehr bis 2030 nicht ausreichen wird, was ohne Massnahmen zu entsprechend längeren Staus führen wird», sagt Projektleiterin Nathalie Mil, Gebietsmanagerin von LuzernOst. «Um den erwartenden Mehrverkehr auf der Strasse bewältigen zu können, soll sich das Mobilitätsverhalten bezüglich Verkehrsmittelwahl in Anbetracht der bestehenden Situation auf dem Strassennetz verändern», so Mil. Mit dem prognostizierten Mobilitätswachstum braucht es ein Angebot, das sich an den Belastungsgrenzen der bestehenden Strassen orientiert und wirtschaftlich vertretbar ist. Verkehr soll somit vermieden, verlagert und verträglich abgewickelt werden. Davon profitiert auch der Wirtschaftsverkehr.

Ab 15. Januar persönlich mitwirken

Das Gesamtverkehrskonzept LuzernOst definiert für die Rontaler Gemeinden, den Kanton Luzern und das Gebietsmanagement Aufgaben zur Verminderung des Mehrverkehrs bis 2030. Massnahmenlisten mit Aufgaben für die nächsten 15 Jahre sind Bestandteil des Konzepts, welches für die Gemeinden behördenverbindlich werden soll. «Deshalb ist es wichtig, dass die Bevölkerung das Gesamtverkehrskonzept LuzernOst mitträgt und eine Diskussion in den Gemeinden stattfindet», sagt Pius Zängerle, Präsident von LuzernPlus. Die Bevölkerung kann ab 15. Januar bis 16. März mitwirken. Alle Unterlagen sind ab dem 15. Januar unter www.gvk-luzernost.ch aufgeschaltet und Rückmeldungen sind mit dem Onlineformular abzugeben. Die Unterlagen liegen auch in den Verwaltungen der sieben Gemeinden von LuzernOst auf.

Informationsveranstaltungen und Container

Das Gesamtverkehrskonzept LuzernOst wird an zwei öffentlichen Informationsveranstaltungen vorgestellt. Die erste Veranstaltung findet am Dienstag, 23. Januar, 19.30 bis 21 Uhr im Schulhaus Wydenhof (Aula) in Ebikon statt. Die zweite Veranstaltung wird am Donnerstag, 25. Januar, 19.30 bis 21 Uhr in der Arena Root der Schulanlage Dorf an der Schulstrasse durchgeführt. Zusätzlich steht während der Mitwirkung der LuzernPlus-Ausstellungscontainer mit den wichtigsten Inhalten rund um das Gesamtverkehrskonzept LuzernOst auf dem Gemeindehausplatz in Ebikon.

Prozess nach der Mitwirkung

Nach der Mitwirkung wertet das Gebietsmanagement LuzernOst die Rückmeldungen aus und fasst diese als Bericht zusammen. Die politische Steuerungsgruppe von LuzernOst beurteilt die Rückmeldungen und ergänzt das Gesamtverkehrskonzept. Voraussichtlich im Sommer 2018 werden die Resultate der Mitwirkung vorgestellt. Die Massnahmen für die sieben LuzernOst Gemeinden werden behördenverbindlich, sobald das Gesamtverkehrskonzept von den Delegierten des Regionalen Entwicklungsträgers LuzernPlus verabschiedet ist.

LuzernOst ist auf der Achse Luzern-Zug-Zürich mit dem Auto, den öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuss sehr gut erschlossen. Bild zVg.